Lina Sophie

Rudi Völler und Lina

 

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Rudi Völler im Kinderhospiz

Juni 2008

 

Lina, Luisa, Patrick und ich waren zu dem Zeitpunkt im Kinderhospiz in Olpe um etwas Kraft zu tanken.

Zufällig viel der Besuch von Rudi Völler in unsere Woche. Auch Linas Patentante Anita war zu Besuch bei uns.

 

Etwas Aufregung konnte man im Haus spüren, obwohl Gäste in Olpe nicht selten waren.

Schließlich lebt solch eine Einrichtung hauptsächlich von Spendengeldern.

Für das Personal war ein Gast wie Rudi also nichts Neues, aber für mich!

Die Leitung des Hauses bat uns, an diesem Tag präsent zu sein.

 

Ich hatte gemischte Gefühle. Schließlich hatte ich so einen Besuch nicht jeden Tag!

 

Die behinderten Kinder, die sprechen konnten, übten freiwillig schon Rudi Rudi Rufe.

Es war zu süß, wie kleine Papageien hatten sie es schnell gelernt.

 

Lina schien das Ganze nicht zu interessieren sie schlief schon seit Stunden tief und fest.

 

Luisa wunderte sich.

 

Sie war schon etwas aufgeregt und erfreute sich an den Rufen der Kinder mit ihren süßen "BESONDEREN" Stimmen, wenn sie Rudi riefen.

 

Wir versammelten uns alle im Gemeinschaftsraum bei Kaffee und Kuchen.

 

Ich setzte mich sehr weit abseits, weil ich nicht wusste wie Lina auf diesen Trubel reagierte.

Sie war gerade erst erwacht.

 

Ich saß mit den Mädels auf dem Sofa und beobachtete wie das Fernsehteam mit den Kameras herein schlich ... es ging ruhig zu.

 

Schließlich drehten sie nicht täglich in einem Kinderhospiz!

Sie waren sehr höflich!!

 

Im Schlepp Rudi Völler....klein fand ich ihn, aber ansonsten war er ganz normal.

 

Die Kinder riefen schüchtern Rudi Rudi und er war super lieb zu ihnen.

 

Er verteilte an die Kinder in ihren Rollis und deren Geschwister Kuscheltiere und gab ein sehr kurzes Interview.

 

Anschließend bat er dann das Team den Raum zu verlassen.

 

Sie gingen wirklich, er hatte sie gebeten mit den Kindern und deren Eltern ein paar persönliche Worte allein zu reden, ohne großen Kamerazirkus.

Fand ich total positiv!!

 

Ich war überrascht wie liebevoll er zu den Kindern war.

Er war sehr betroffen.

Er sagte, dass er selbst auch das erste Mal in einem Kinderhospiz sei!

 

Er hielt eine Tasse Kaffee in der Hand und kam nachdem er alle anderen freundlich begrüßt hatte zu uns -in die kleine Ecke auf dem Sofa.

 

Er war sehr gerührt von den anderen Kindern, dass konnte ich deutlich spüren.

 

Luisa sah ihn grinsend an und lief spielerisch an ihm vorbei.

  

Er erkundigte sich sehr interessiert nach Lina, ich sah in gerührte Augen, während ich über Linas Diagnose und ihre Lebenserwartung sprach.

 

Er hatte keine Berührungsängste und streichelte Lina.

 

Längst hatte er seinen Kaffee zur Seite gestellt....er war viel zu betroffen um jetzt Kaffee zu trinken.

 

Er war wahnsinnig herzlich!!

 

Er sagte liebe Worte und verabschiedete sich sehr freundlich von uns Müttern und unseren Kindern.

 

Ich war beeindruckt!!

 

Lina und Luisa weniger....sie fanden ihn ganz normal!!

 

Aber für mich als Erwachsene war es eine neue Erfahrung festzustellen, dass selbst Menschen, wie Herr Völler hier im Hospiz einfach "EINFACH" waren.

 

Kein Geld der Welt kann unseren Kindern helfen, aber es kann uns helfen unseren Kindern die Zeit bei uns auf Erden so liebevoll und sorgenfrei zu gestalten!!

 

Das Kinderhospiz hat Lina und uns ein Zuhause über viele schwere Tage bereitet.
Immer und immer wieder!!

Ich war acht mal in solch einer Einrichtung in der Zeit mit Lina Sophie.

 

Ohne diese Tage wäre vieles nicht möglich gewesen....

 

Ich würde mich freuen, wenn der eine oder der andere darüber nachdenkt vielleicht auch mal eine Spende zu geben ... selbst ein Wenig - kann viel sein!!

 

Nähere Infos gibt's im Bereich Kinderhospiz.